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Wie sieht die aktuelle Situation der Theater in Deutschland aus? Befinden sich die Theater in einer Krise? Werden Reformen benötigt, um das Theatersystem zu verbessern, zu modernisieren? Das über 400 Seiten umfassende Werk von Thomas Schmidt widmet sich diesen und weiteren Fragen rund um die aktuelle Situation der Theater in Deutschland.

Um was geht es?

Thematisch gliedert sich das Buch in zwei Teile: „Theater in der Krise“ und „Theater in Transition“. Zunächst erläutert der Autor die „gegenwärtige Krisensituation des öffentlichen deutschen Theatersystems“ mit dessen Struktur, den Produktions- und Überproduktionskrisen, mit strukturellen Krisen, er beleuchtet die Situation der Kulturpolitik, legt Finanzierungsaspekte dar und stellt Legitimationskrisen vor. Im Weiteren erläutert Schmidt das Konzept der Unternehmenskultur im deutschen Theater, die Ursachen für und die wesentlichen Funktionen der Krise in der Organisation. Er gibt hier Einblick in die Zusammenhänge und bietet bereits erste Lösungsansätze. In seinem Plädoyer für ein neues, zukunftsfähiges Theatersystem gibt Thomas Schmidt anhand eines 40 Punkte Plans, einen Einblick, wie sich das Theatersystem in der Zukunft verändern könnte. Er gliedert diesen Plan in die folgenden fünf Reformgruppen: Organisations- und Strukturfragen, Management, Personal, neue Finanzierung und Systemreform.

Inhalt kurz und knapp

Besprochen werden in der Publikation Ungleichgewichte und Krisen im öffentlichen deutschen Theatersystem, die Strukturkrise der Organisation und Unternehmenskultur im Theater. Gegenübergestellt werden Intendanz und Direktorium sowie Ensemble- und Intendantenmodelle. Thomas Schmidt gibt Lösungsansätze zur Hand, die das Theatersystem erneuern und für die Zukunft rüsten soll. Außerdem bietet das Buch ein Change-Management Modell für das Theater.

Eine „Mammutaufgabe“ gemeistert?

In der Rezension von nachtkritik.de wird dem Autor zugestanden, dass er mit seinem 40 Punkte Plan etwas schafft, das beispielsweise die Autoren des „Kulturinfarkts“ unterlassen hatten: Er gibt konstruktive Kritik am aktuellen Theatersystem und stellt realistische Reformstränge dar. Im Fazit der Rezension heißt es weiter, dass es sich bei der Reform des Stadttheatersystems in Deutschland um eine Mammutaufgabe handele, die erforderlich und „in kleinen Schritten machbar“ sei.

Für wen ist das Buch interessant? An wen richtet sich das Buch?

Zielgruppen des Buches sind Studierende, Alumni und Lehrende der Studiengänge in den Bereichen Kultur-, Theater- und Musikwissenschaften, sowie im Kulturmanagement. Zudem werden Kulturbeamte, Mitarbeiter von Theatern und Journalisten dem Adressatenkreis zugerechnet. „Theater, Krise und Reform“ richtet sich an alle, die sich über Organisation und Struktur von Theaterbetrieben informieren wollen. Möchten Sie uns Ihre Meinung zum Buch oder zum deutschen Theatersystem mitteilen? Haben Sie Anregungen oder Fragen? Wir freuen uns über Ihre Kommentare zu diesem Beitrag.

Weitere Informationen finden Sie hier: Rezension auf der Seite nachtkritik.de

Informationen zum Buch

  • Erschienen 2017
  • ISBN: 978-3-658-02910-4
  • ISBN (eBook): 978-3-658-02911-1
  • Verlag: Springer Fachmedien Wiesbaden
  • Link zum Buch

Zum Buch „Der Kulturinfarkt“: Dieter Haselbach, Armin Klein, Pius Knüsel, Stephan Opitz: Der Kulturinfarkt. Von Allem zu viel und überall das Gleiche. Eine Polemik über Kulturpolitik, Kulturstaat, Kultursubvention. (Verlag: Knaus) 2012. ISBN: 978-3-641-07287-2

Zitiert aus: Rezension auf nachtkritik.de

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